Kurz die Welt retten

Einfache Tipps
zum Klimaschutz

Klimaschutz zum Mitmachen

Der globale Klimawandel ist das größte Problem unserer Zeit. Wir müssen jetzt handeln, um eine bessere Zukunft für die nächste Generation zu sichern. Wenn es nicht gelingt, den durch Menschen verursachten Temperaturanstieg auf der Erde zu verhindern, wird dies gravierende Folgen haben.

Die Folgen des Klimawandels sind Extremwetterereignisse wie extreme Hitze, Dürren und Waldbrände, Überschwemmungen, Anstieg des Meeresspiegels und überflutete Küstengebiete, Ernteausfälle, Hungersnöte und große Fluchtbewegungen von Menschen aus unbewohnbar gewordenen Regionen der Erde.

Um in Deutschland Strom, Wärme oder Bewegungsenergie zu produzieren, werden trotz Energiewende bei uns im Land zum größten Teil Kohle, Öl und Gas genutzt. Bei der Verbrennung dieser kohlenstoffhaltigen Energieträger wird Kohlendioxid (CO2) freigesetzt und dieser gilt als Hauptverursacher des Klimawandels.

Klimaschutz – jeder kann etwas bewegen!

Gemeinsam mit der Politik, Unternehmen und jedem Einzeleinen können wir den Klimawandel stoppen und unseren Planeten für die künftigen Generationen bewahren. Schon kleine Maßnahmen können zum Schutz des Klimas beitragen. Energie sparen ist dabei eines der Hauptthemen, denn wer Energie spart, schützt auch das Klima.

Wir zeigen Ihnen, wie Sie unter anderem durch Energiesparen das Klima schützen und so unseren Planeten auch für kommende Generationen lebenswert machen.

Klimaschutz-Tipps

Energie sparen für den Klimaschutz

Strom & Energieverbrauch

Ökostrom nutzen

Wechseln Sie zu Ökostrom und reduzieren Sie so Ihren CO2-Fußabdruck und schonen so das Klima. Die Kohlendioxid-Emissionen lassen sich durch Nutzung von Ökostrom um 90 Prozent senken. Ein Vier-Personen-Haushalt kann durch den Wechsel zu einem Ökostrom-Tarif rund eine Tonne CO2 pro Jahr einsparen. Einen kostenlosen und unabhängigen Tarifvergleich von nachhaltigen Anbietern bietet das Portal vergleich-dich-gruen.de, das von namhaften Umweltverbänden betrieben wird. Auch Gas-Tarife können dort verglichen werden.

Sparsame Neugeräte

Achten Sie bei Neuanschaffungen von Elektrogeräten auf niedrigen Stromverbrauch mit hohen Energiesparklassen. Geräte wie Fernseher, Computer, Drucker oder Smartspeaker verbrauchen im Standby-Modus weiter Strom – mit dem Einsatz von abschaltbarer Steckdosenleisten wird die Energiezufuhr unterbrochen und so Strom gespart. Tauschen Sie alte Leuchtmittel gegen energiesparende LED-Lampen aus.

Klimafreundlich heizen und bewusster Wasserverbrauch

Heizen & Wasser

Clever heizen

Beim Heizen lässt sich eine Menge Geld und Energie sparen. Schon ein Grad weniger senkt die Heizkosten um sechs Prozent. Ein warmer Pullover wärmt auch. Lüften mit gekippten Fenster kühlt die Räume unnötig aus – besser mehrfach am Tag für ein paar Minuten Stoßlüften. Heizkörper sollten immer frei sein und nicht durch Möbel oder Vorhängen verdeckt sein. Wenn die Nächte kälter werden, können Sie durch das Schließen von Außenrollenden und Vorhängen Wärmeverlust der Innenräume reduzieren. Bei alten Öl- oder Gasheizungen kann ein Austausch sinnvoll sein, zum Beispiel gegen eine moderne Wärmepumpe.

Wasser sparen

Wasser zu erwärmen, kostet viel Energie und produziert zusätzlich die Freisetzung von Kohlendioxid (CO2). Mit einfachen Tricks lässt sich viel Wasser sparen: Nutzen Sie einen effizienten Geschirrspüler im Eco-Modus, statt per Hand abzuwaschen. Lassen Sie Wasser nicht unnötig laufen, zum Beispiel beim Zähneputzen. Duschen Sie, statt eine ganze Badewanne mit Wasser volllaufen zu lassen. Der Wasserverbrauch lässt sich durch einen Niederdruck-Brausekopf oder Durchlaufbegrenzer reduzieren. Am Wasserhahn lässt sich mit einem Strahlregler bis zu 50 Prozent Wasser und entsprechend viel Energie einsparen. Im Sommer, wo die Heizung nicht benötigt wird, empfiehlt es sich, die Heizungsanlage auf reinen Warmwasserbetrieb einzustellen.

Nachhaltigkeit im Haushalt für den Klimaschutz

Küche & Wäsche

Klimafreundlich kochen

Kochen lässt sich durch einfache Tricks energieeffizienter gestalten: Tauen Sie gefrorene Lebensmittel rechtzeitig auf, verwenden Sie beim Kochen die passende Topfgröße und immer einen Deckel. Durch die Nutzung von Schnellkochtöpfen kann die Kochzeit reduziert werden. Nutzen Sie die Restwärme der Kochplatte oder des Backofens und schalten Sie das Gerät rechtzeitig aus. Verwenden Sie beim Kochen mit Wasser nur so viel Wasser, wie wirklich tatsächlich benötigt wird. Beim Erhitzen von geringerer Menge Wasser, zum Beispiel für Tee, lohnt sich der Einsatz des Wasserkochers.

Energie im Haushalt sparen

Kühlschränke verbrauchen im Haushalt mit am meisten Strom. Stellen Sie Ihren Kühlschrank an einem kühlen Ort und nicht direkt neben dem Herd auf und öffnen Sie die Kühlschranktür nur so lange wie nötig. Bevor heißes Essen in den Kühlschrank gestellt wird, sollte es auf Zimmertemperatur abkühlen, sonst wird der Innenraum des Kühlschranks unnötig erwärmt und verbraucht so unnötig Energie zum Herunterkühlen. Tauen Sie Ihren Kühl- und Gefrierschrank regelmäßig ab.

Auch beim Wäschewaschen lässt sich Energie sparen: In der Regel muss Kleidung heute nicht mehr bei 90 Grad gewaschen werden. Meistens reichen 30 der 40 Grad völlig aus. Nutzen Sie Eco-Programme der Waschmaschine, sie bieten die gleiche Waschleistung wie Normalprogramme, verbrauchen aber deutlich weniger Energie und sparen teilweise auch Wasser. Füllen Sie die Trommel der Waschmaische nach Möglichkeit immer komplett. Das Trocknen der Wäsche im Waschkeller oder an der frischen Luft ist kostenlos und spart Energie – verzichten Sie auf den Einsatz eines Wäschetrockners.

Nachhaltiger Konsum für den Klimaschutz

Lebensmittel & Konsum

Weniger Fleisch und Milchprodukte

Durch die richtige Wahl bei Lebensmittel und beim Konsum lässt sich der eigene CO2-Fußabdruck zusätzlich reduzieren. Die Produktion von Fleisch- und Milchprodukten verursachen eine Menge klimaschädliche Treibhausgase. Besonders Rindfleisch und Butter zählen zu den klimaschädlichsten Lebensmitteln. Wer den eigenen Konsum von Fleisch- und Milchprodukten reduziert oder komplett auf vegetarische oder sogar vegane Ernährung umstellt, spart große Mengen CO2. Vegetarische Ernährung spart ungefähr 30 Prozent (300 bis 400 Kilogramm) CO2 im Jahr, die vegane Variante sogar rund 50 Prozent im Vergleich zu Menschen, die Fleisch konsumieren.

Gesund und lecker mit Bio

Wer nicht auf Fleisch verzichten möchte, kann auf Bioware und regionale sowie saisonale Lebensmittel umsteigen und sich so bewusster ernähren. Neben Fleisch wird im Biosortiment eine große Produktpalette wie Milchprodukte, Obst und Gemüse angeboten. Mittlerweile gibt es zahlreiche Alternativen zu Fleisch- oder Milchprodukten und erweitern die Auswahl auf dem Teller oder im Glas. Versuchen Sie beim Einkaufen Produkte mit möglichst wenig oder gar keiner Plastikverpackung zu kaufen. In vielen Städten gibt es bereits Geschäfte, wo man unverpackt einkaufen kann, und seine eigene Verpackung mitbringt.

Second Hand schont Klima und Geldbeutel

Es muss nicht immer neu sein! Kleidung aus zweiter Hand schon nicht nur das Klima, sondern auch den Geldbeutel. Ob auf dem Flohmarkt, in digitalen Kleiderbörsen oder Kleinanzeigen-Apps findet sich für jeden Geschmack und jede Größe das neue Lieblingskleidungsstück und sparten zusätzlich Geld. Auch viele Alltagsgegenstände müssen nicht immer neu gekauft werden. Möbel, Elektrogeräte, Kinderspielzeug und viele weitere Artikel des Alltags werden Secondhand angeboten und finden neue Besitzer. Ob auf Flohmärkten oder in den zahlreichen Kleinanzeigen- und Secondhand-Apps lässt sich das eine oder andere Schnäppchen machen und schon zusätzlich das Klima. Denn so muss nicht unnötig viel Energie für die Produktion von neuen Waren verwendet werden.

Mobilität für den Klimaschutz

Mobilität

Klimafreundlich unterwegs

Im Jahr 2020 wurden in der EU durch die Verbrennung von Kraftstoffen im Straßenverkehr rund 682 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) ausgestoßen. Mit 61 Prozent verursachten Pkw und Motorräder den größten Teil der Emissionen. In Deutschland entfallen allein 20 Prozent der CO2-Emissionen auf den Verkehrssektor. Die hohen Zahlen können durch bewusstes Verhalten reduziert werden: Nutzen Sie zum Beispiel für kürzere Strecken das Fahrrad, bilden Sie bei längeren Strecken Fahrgemeinschaften oder nutzten Carsharing-Angebote oder ein E-Bike. Wenn Sie für Ihren fünf Kilometer langen Arbeitsweg mit dem Fahrrad statt mit dem eigenen Auto fahren, sparen Sie rund 310 Kilogramm CO2 im Jahr. Der Wocheneinkauf lässt sich bequem mit einem Lastenrad erledigen.

Öffentliche Verkehrsmittel nutzen

Die Einführung des Deutschland-Tickets im Jahr 2023 macht den Umstieg zu öffentlichen Verkehrsmitteln nun besonders attraktiv. Mit einem Ticket lassen sich deutschlandweit fast alle regionalen Busse, Bahnen, Straßen- und U-Bahnen nutzen. Statt mit dem Auto zur Arbeit, Einkaufen oder in den Urlaub zu fahren, lässt sich bequem und günstig eine Menge klimaschädliches CO2 einsparen. Vermeiden Sie Kurzstrecken mit dem Flugzeug. Kurzstreckenflüge sind besonders klimaschädlich, um ans Ziel zu kommen. So verursacht zum Beispiel ein einziger Hin- und Rückflug von Hamburg nach München durchschnittlich 310 Kilogramm CO2 pro Person. Die Fahrt mit der Deutschen Bahn (nutzt in ICE-, IC- und EC-Zügen Ökostrom) ist mit 37,4 Kilogramm CO2 weitaus umweltfreundlicher als ein Kurzstreckenflug.

Bauen & Sanieren für den Klimaschutz

Bauen & Sanieren

Energiefreundlich wohnen

Neubauten und Sanierungen können große Energieeinsparungen bewirken und werden sogar oft vom Staat finanziell gefördert. Zusätzlich bietet zum Beispiel die KfW-Bank günstige Zinsen für klimafreundliche Projekte.

Moderne Heizmethoden

Einen großen Faktor beim Klimaschutz spielt die Art der Heizung. Alte Gas- oder Ölheizungen verursachen schädliches CO2. Wenn Sie mit dem Gedanken einer Neuanschaffung spielen oder neu bauen, setzten Sie nicht mehr auf die Verbrennung von fossilen Rohstoffen. Klimafreundlichere Alternativen sind beispielsweise die Wärmepumpe oder die Brennstoffzellenheizung. Energieberater und Heizungsinstallateure beraten Sie ausführlich und individuell zum Thema klimafreundliches Heizen.

Der Austausch alter gegen moderne Heizkörper sowie effiziente Thermostate spart ebenfalls Energie. Zusätzlich können Sie durch Dämmen von Heizkörperrohren und Heizkörpernischen den Energieverbrauch senken. Das Tauschen alter einfach verglaster Fenster durch moderne Fenster mit Doppel- oder Dreifachverglasung bewirkt ebenfalls eine deutliche Dämmwirkung und verringert Heizkosten und den Ausstoß von CO2. Um das Entweichen von Wärme aus Innenräumen zu begrenzen, können Sie zusätzlich die Außenwände eines Hauses dämmen. Durch diese Maßnahme lässt sich viel Energie sparen, die sich nach einiger Zeit auch im Geldbeutel bemerkbar macht. Experten beraten gerne zu dem Thema Dämmen.

Eigener Strom dank Solar

Nutzen Sie die Kraft der Sonne. Solaranlagen auf dem Dach des eigenen Hauses erzeugen klimafreundlich, günstig und unabhängig von Stromkonzernen die eigene Energie. Überschüssiger Strom kann sogar ins öffentliche Stromnetz abgegeben werden. Besonders in Kombination einer Wärmepumpe macht eigene Photovoltaikanlage Sinn. So erzeugen Sie Ihren eigenen Strom für die Wärmepumpe und sparen zusätzlich Geld.

Wälder & Moore für den Klimaschutz

Wälder & Moore

Wälder als CO2-Speicher

Ozeane, Moore, die Mangroven und alte Wälder nehmen riesige Mengen an klimaschädlichen Treibhausgas-Emissionen auf und verlangsamen so den Klimawandel. Der Erhalt, Schutz und Förderung dieser natürlichen CO2-Speicher ist enorm wichtig. Pflanzen und Böden nehmen jährlich ein Drittel der durch den Menschen verursachten CO2-Emissionen auf. Wälder spielen dabei eine große Rolle, laut Nasa nehmen sie weltweit 15,6 Billionen Tonnen Kohlendioxid auf. Durch Waldbrände und Abholzung entstehen jedoch wieder CO2-Emissionen. Abzüglich dieser Kohlendioxid-Freisetzung wirken sich Wälder insgesamt mit 7,6 Billionen Tonnen CO2-Speicher positiv aufs Klima aus.

Bäume pflanzen

Pflanzen Sie Bäume! Jeder Baum hilft beim Kampf gegen den Klimawandel. Welche Bäume sollte man pflanzen? Laubbäume speichern mehr CO2 im Vergleich zu Nadelbäumen, da sie eine höhere Holzdichte besitzen. Bei Wäldern allerdings binden Mischwälder mit unterschiedlichen Baumarten am meisten CO2. Durch den Klimawandel nehmen Extremwetter wie Dürren weiter zu. Baumarten wie die Douglasie, Hainbuche, Feldahorn oder Weißtanne kommen besser mit extremer Trockenheit klar, als beispielsweise die Fichte. Sterben junge Bäume früh ab, wirkt sich dies negativ aufs Klima aus. Denn erst nach durchschnittlich zehn Jahren wandelt sich die Klimabilanz von Bäumen ins Positive. Im Lebensalter zwischen 20 und 40 Jahren wachsen Bäume am stärksten und speichern in dieser Zeit den größten Teil von CO2.

Im Internet gibt es zahlreiche Anbieter für Baumpatenschaften oder Initiativen und Onlineportale um Aufforstung von Wäldern zum Klimaschutz weltweit und in Deutschland voranzutreiben.

Moore großer CO2-Speicher

Für den Klimaschutz ist es besonders wichtig, bestehende Ökosysteme, die große Mengen an CO2 speichern, zu schützen. Dazu gehören auch Moore und dessen enthaltenen Torf. Sie entstanden in Deutschland nach der letzten Eiszeit vor 12.000 Jahren und nehmen etwa die doppelte Menge an CO2 wie alle Wälder weltweit auf (inklusive des Amazonas und anderer Regenwälder). Die Moore und ihre Torfschichten sind somit sehr effiziente Kohlenstoff-Speicher, obwohl sie nur rund drei Prozent der Landfläche der Erde einnehmen. Wälder hingegen bedecken rund 30 Prozent der Fläche.

Wenn Moore entwässert und trockengelegt sind, entweicht aus ihnen das gebundene CO2 sowie Lachgas, das über 300-mal klimaschädlicher ist als CO2, und heizt die Erwärmung der Atmosphäre weiter an. In Deutschland sterben immer mehr Moore. Von ursprünglich rund 1,5 Millionen Hektar (4,2 Prozent der Landesfläche) sind heute über 90 Prozent entwässert und verursachen so jährlich rund 50 Millionen Tonnen CO2. Das entspricht fast sieben Prozent der gesamten Emissionen in Deutschland.

Moore schützen

Um das Klima zu schützen, muss der Erhalt von bestehenden Mooren und die Renaturierung geschädigter Moore oberste Priorität einnehmen. Gesunde Moore sind wichtige Kohlenstoff-Speicher und spielen beim Klimaschutz eine große Rolle. Jeder kann helfen, Moore zu schützen! Achten Sie beim Kauf von Blumenerde zum Beispiel darauf, dass diese keinen Torf enthält. Oft ist dies an der Verpackung gekennzeichnet und kostet nur etwas mehr Geld als Blumenerde, die Torf enthält. Zusätzlich bieten Naturschutz-Organisationen wie der NABU Moor-Patenschaft an.

Für unsere Umwelt

CO2-neutrales Webhosting mit grünem Strom

Weil uns auch unsere Umwelt am Herzen liegt:
Für das Hosting von dieser Webseite wird ausschließlich Strom aus regenerativen Quellen genutzt – vollständig CO2-neutral.